1972–1989 – Werner Tübke, Bauernkriegspanorama

Die Entstehung des Panoramabildes geht auf den 1972 von der SED-Sekretärin Edith Brandt formulierten Plan zurück, zum 450. Jahrestag des deutschen Bauernkriegs am Schlachtberg in Bad Frankenhausen (Thüringen) ein Panorama nach sowjetischem Vorbild, konkret: des Borodino-Panoramas, einzurichten. Dieses soll unter dem Titel Frühbürgerliche Revolution in Deutschland an das für die DDR-Ideologie wichtige Ereignis erinnern. Der Künstler Werner Tübke wird beauftragt und kann sich einige Freiheiten in der künstlerischen Gestaltung nehmen. Das riesige Rundgemälde im eigens hierfür errichteten Rundbau wird schließlich am 14. September 1989 eröffnet. Tübke weicht vom Panorama des 19. Jahrhunderts sowie vom sowjetischen Vorbild ab: Es gibt weder eine erhöhte Besucherplattform noch ein Faux Terrain, zudem wird kein spezifischer Moment der historischen Schlacht im Rundum- und Überblick gegeben. Stattdessen ist die wimmelbildartige, rund 3000 Figuren fassende Komposition mit mehreren Zonen an frühneuzeitliche Bildstrukturen angelehnt. Parallel- und Zentralperspektive werden kombiniert. So entsteht das Bild eines konfliktreichen Epochenumbruchs, welches mit seiner zyklischen Struktur zugleich die Idee einer Fortschrittsgeschichte infrage stellt. – Clara Wörsdörfer

Literatur / Quellen:

  • Tübke, Werner: „Zur Arbeit am Panoramabild in Bad Frankenhausen (DDR)“. In: Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte 42 (1985), H. 4, S. 303–306
  • Tübke, Werner: Reformation – Revolution. Panorama Frankenhausen. Monumentalbild von Werner Tübke, Dresden: Verlag der Kunst 1988
  • Tübke, Werner: Bauernkrieg und Weltgericht. Das Frankenhausener Monumentalbild einer Wendezeit, Leipzig: E.A. Seeman 1995
  • Gillen, Eckhart: „‚One can and should present an artistic vision… of the end of the world‘: Werner Tübke’s Apokalpytic Panorama in Bad Frankenhausen and the End of the German Democratic Republic“. In: Getty Research Journal 3 (2011), S. 96–116.

Weblinks:

🖙 Virtueller Rundgang Panorama Bad Frankenhausen

Schlagwörter: 360°, Ästhetik, Bauwerk, begrenzte Allheit, Bild, bildvisuell, Denkmal, Didaktik, faktual, fiktional, Gemälde, Gemälderundbau, Gesamtarchiv, Gesamtkompendium, Gesamtprojektion, geschlossen, Medialpanoramatik, mimetisch, Mythos/Religion, Panorama-Diskurs, Rundband, Rundbau, schematisch, symbolisch, Unterhaltung, Utopie/Dystopie, Wimmelbild, Zeitensynopse, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1972 – Chantal Akerman, La Chambre

Der Film besteht aus langsamen Rundschwenks durch das Zimmer einer jungen Frau – wobei die Kamera zweimal die Richtung wechselt – und mag in Verbindung gebracht werden mit Virginia Woolfs A Room of One’s Own (1929). – Stefan Ripplinger

Schlagwörter: (Aus-)Faltung, 360°, Ästhetik, audiovisuell, begrenzte Allheit, bildvisuell, faktual, fiktional, Film, Gesamtprojektion, geschlossen, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Mikropanoramatik, mimetisch, schematisch, Zentralblickpunkt

1972 – Erdfoto Blue Marble


Vom Astronauten Harrison Smith aus der Apollo 17 am 7. Dezember 1972 aus dem All aufgenommenes Foto der Erde (offizielle Bezeichnung AS17-148-22727). Nicht das erste, aber das wirkungsreichste Realbild der gesamten Erde, ikonisch für deren Einheit, Schönheit, aber auch Fragilität; von der NASA später unter gleichem Namen zu größeren Serien ergänzt. – Luca Angelo Bindi | Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

Schlagwörter: Ästhetik, begrenzte Allheit, Bild, bildvisuell, Denkmal, Didaktik, Draufblick, faktual, Fernblick, Foto, Medialpanoramatik, mimetisch, Naturpanorama, Panoramaflug, Realpanoramatik, Technik, visuell, Wissenschaft, Zugleichspräsentation

1971 – Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)

Mit der wachsenden Zahl publizierter Titel und der zunehmenden Komplexität des Buchhandels entsteht im deutschsprachigen Raum der Bedarf nach einem zentralen Instrument zur Bündelung und Verfügbarkeitsinformation. Ziel ist es, ein zentrales Informations- und Ordnungssystem für alle im Buchhandel verfügbaren Titel zu schaffen und damit die zunehmende Unübersichtlichkeit des Marktes strukturell zu bewältigen. Auf Initiative der Buchhändlervereinigung wird so in Zusammenarbeit mit den Verlagen das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) entwickelt und etabliert.

Konkret startet die Buchhändlervereinigung dazu 1970 einen Aufruf an die Verlage, alle lieferbaren Titel für das VLB zu melden. Ab August 1971 erscheint einmal jährlich ein mehrbändiger gedruckter Katalog, der alle im deutschsprachigen Buchhandel angebotenen Titel enthalten soll und damit eine umfassende Übersicht über den Buchmarkt herzustellen versucht.

Mit der Digitalisierung seit den frühen 2000er Jahren wird das VLB zu einer online abrufbaren Datenbank weiterentwickelt, wobei zusätzlich Metadaten erhoben, laufend aktualisiert und zur Verfügung gestellt werden. Infolge dieser Entwicklung versteht sich das VLB heute als Plattform für die deutschsprachige Buch- und Medienbranche, auf der ein automatisierter Austausch von Produktinformationen stattfindet. Neben Büchern und E-Books werden dort auch Kalender, Hörbücher, Karten, Fachzeitschriften, DVDs, Software, Musikalien, Spiele und weitere für den Buchhandel relevante Produkte erfasst. Stand 2026 sind nach eigenen Angaben rund 2,9 Millionen Titel von mehr als 22.000 Verlagen detailliert verzeichnet.

Seit 2011 fungiert das VLB zudem als Preisreferenzdatenbank für die Buchpreisbindung im deutschen Buchhandel, seit 2014 auch für den österreichischen Markt. Es richtet sich in erster Linie an Buchhandlungen, Verlage sowie Selfpublisher und stellt so innerhalb der Buchbranche ein zentrales Infrastrukturmedium dar.

Dabei lässt sich das VLB nicht nur als technische Datenbank, sondern als Medium der Übersichtserzeugung verstehen. Es transformiert die Vielzahl lieferbarer Publikationen in eine zugriffsschnelle Gesamtregistratur des Buchmarkts, die Orientierung innerhalb eines zunehmend ausdifferenzierten und unübersichtlichen Systems ermöglicht.

Allerdings bildet das VLB nur jene Titel ab, die aktiv gemeldet und nach standardisierten Vorgaben erfasst werden. Bestimmte Publikationen bleiben daher unberücksichtigt, etwa wenn Selfpublisher ihre Bücher nicht melden oder alternative Vertriebswege nutzen. Wie bei allen vergleichbaren Unternehmungen bleibt der Anspruch auf Übersicht damit prinzipiell an institutionelle und ökonomische Bedingungen der Erfassung gebunden, ist hier jedoch relativ weitgehend verwirklicht. – Davina Pohl / Aileen Derstroff (2026)

Weblinks:

🖙 Offizielle Website des VLB
🖙 Wikipedia

Schlagwörter: begrenzte Allheit, Buch, Enzyklopädie, faktual, geordnet, Gesamtarchiv, Gesamtdiagramm, Medialpanoramatik, offen, Organisation, schematisch, Speicher, Technik, Text, textuell, Überwachung, Zugriffspräsentation

1971 – Computertomografie


Nach Tierversuchen entsteht 1971 die erste CT-Aufnahme eines Menschen. Ab 1972 auf dem Markt, verbreitet sich das Bildgebungsverfahren zur Transparentmachung und Erfassung innerkörperlicher Strukturen, das im Unterschied zur Röntgentomografie keine störenden Überlagerungen zeigt, rasch vor allem in der medizinischen Diagnostik, aber auch in der Materialwissenschaft. – Johannes Ullmaier

Weblinks:

🖙 Wikipedia

Schlagwörter: begrenzte Allheit, Bild, bildvisuell, Blicktransparenz, Diagramm, faktual, geordnet, Medialpanoramatik, Medientechnik, mimetisch, schematisch, Technik, Überwachung, Wissenschaft, Zeitensynopse, Zugleichspräsentation

1969 – Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz


Zehn Meter hoher Eckzylinder, dessen 24 Rechteck-Kanten je eine Zeitzone repräsentieren und jeweils darin liegende Städte aller Kontinente – insgesamt 146 (Stand 2023) – anzeigen. Innerhalb des Zylinders rotiert als eigentliche Uhranzeige ein Ring, der das Wandern der Stunden(zahlen) durch die Zeitzonen darstellt, sodass jederzeit abzulesen ist, wie spät es auf der Erde wo gerade ist. Darüber ist zudem ein beschleunigt rotierendes Planetarium installiert. Neben dem Ostberliner Fernsehturm prominenteste DDR-Manifestation sozialistischer Welteinheits-, Zukunfts- und Technik-Utopie, bis zum Mauerfall in unvermitteltem Kontrast zu den realen Weltbereisungsmöglichkeiten der Bevölkerung; 1985 und 1997 renoviert und aktualisiert; 2023 in einer klimaaktivistischen Impulshandlung mit Sprühfarbe verunstaltet. – Johannes Ullmaier

Weblinks:

🖙 Wikipedia
🖙 Klima-Protest

Schlagwörter: 360°, Ästhetik, Bauwerk, begrenzte Allheit, Denkmal, Diagramm, Didaktik, faktual, Fernblick, geordnet, Gesamtdiagramm, Gesamtprojektion, geschlossen, Karte, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Medieninstallation, Medientechnik, Moving Panorama, Organisation, Rundband, Rundbau, schematisch, Skulptur, symbolisch, Technik, Text, textuell, Universalchronik, Unterhaltung, Zeitensynopse, Zugleichspräsentation

1968 – International Standard Book Number (ISBN)

Obwohl Bücher seit Jahrhunderten zirkulieren, entsteht erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zuge der zunehmenden internationalen Buchmarktvernetzung der Bedarf nach einer international einheitlichen Kennzeichnung von Publikationen. Mit der Einführung der International Standard Book Number (ISBN) im Jahr 1968 in Großbritannien und ihrer weltweiten Etablierung Anfang der 1970er Jahre wird ein System geschaffen, das den globalen Buchmarkt nachhaltig strukturiert.

Bereits 1966 hat das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer (SBN) eingeführt. Die Internationale Organisation für Normung greift diese Vorschläge auf und erweitert die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur Internationalen SBN (ISBN). Heute wird die ISBN weltweit in mehr als 150 Ländern verwendet. Dabei dient sie nicht nur als einfache Identifikationsnummer, sondern als zentraler organisatorischer Baustein des modernen Publikations- und Vertriebssystems, der es ermöglicht, ein bestimmtes Buch in seiner exakten Ausgabe weltweit zweifelsfrei aufzufinden, zu bestellen und zu verwalten. In Deutschland wirkt insbesondere der Buchhändler Hans Jürgen Ehlers an der Einführung des ISBN-Standards mit.

Erkennbar wird die Funktionsweise der ISBN am Aufbau der Nummer selbst. Am Beispiel der 13-stelligen ISBN 978-3-86647-856-5 lässt sich ihr Gliederungsprinzip nachvollziehen: Die einleitende Ziffernfolge „978“ markiert den Buchsektor im Feld der allgemeinen EAN-13-Klassifikation (European Article Number). Es folgt die Ländernummer „3“, die den deutschsprachigen Raum kennzeichnet. Die anschließende Verlagsnummer „86647“ identifiziert einen spezifischen Verlag, hier Anaconda. Die darauffolgende Titelnummer „856“ verweist auf eine konkrete Buchpublikation, hier: eine bestimmte Ausgabe des Zauberers von Oz. Die abschließende Prüfziffer kontrolliert nach einem Berechnungsverfahren, in das alle vorangegangenen Ziffern eingehen, ob die Gesamtnummer formal korrekt ist. So übersetzt das ISBN-System den kulturellen Gegenstand ‚Buchpublikation‘ in eine präzise, von Maschinen ebenso lesbare wie von Menschen interpretierbare Struktur, die vor allem dem Warenverkehr, aber auch der bibliographischen Erfassung dient.

Mit Blick auf die Fähigkeit der ISBN, angesichts der vielen Millionen bereits erschienenen und zukünftig erscheinenden Buchtitel jetzt und auf Dauer eine allumfassende und zugleich eindeutige und differenzierte Bestandsregistratur zu gewährleisten, wirft das Beispiel allerdings die Frage auf, ob die festgelegten dreizehn Ziffernpositionen dafür hinreichen. Konkret: Wenn etwa „3“ für „deutschsprachig“ steht, für die Sprache also offenbar nur eine Position mit den zehn möglichen Ziffern „0“ bis „9“ vorgesehen ist, wie bildet sich dann die weltweite Vielfalt von mehreren Tausend Sprachen ab, von denen weitaus mehr als nur zehn sich in gedruckten Büchern finden? Die Antwort liegt in der Variabilität der sogenannten Länder- bzw. Gruppenkennung. Diese ist nicht fest einstellig, sondern kann zwischen einer und fünf Ziffern lang sein. Diese Sektionen stehen teils für einzelne Länder, teils für ganze Sprachräume. So repräsentiert die „2“ den französischsprachigen Raum, während Spanien mit der zweistelligen Ziffer „84“ geführt wird. Je länger diese Gruppenkennung ausfällt, desto kürzer werden dann die – ihrerseits variablen – Verlags- und Titelnummern. Trotzdem bleibt die Gesamtstruktur der ISBN vom Umfang her so konstant und dennoch potentiell allumfassend. – Aileen Derstroff (2026)

Literatur / Quellen:

  • ISBN Handbuch. 7. Auflage. London: Internationale ISBN-Agentur 2017.
  • Lyman F. Baum. Der Zauberer von Oz. Köln: Anaconda 2012.

Weblinks:

🖙 Zur Geschichte der ISBN auf isbn.org
🖙 Wikipedia

Schlagwörter: begrenzte Allheit, Diagramm, faktual, geordnet, Gesamtdiagramm, Konzept/Idee, Medialpanoramatik, offen, Organisation, schematisch, Speicher, textuell, Überwachung, Zugriffspräsentation

1968 – Roland Barthes, L’Effet de Réel

Theoretischer Bezugspunkt für die Tendenz und Notwendigkeit sinn-redundanter Real-Überschüsse in panoramatischen Medienillusionen: In diesem Aufsatz beleuchtet Barthes (anknüpfend an seinen ein Jahr zuvor erschienenen Essay Le discours de l’histore, in dem er den Begriff erstmals verwendet hat) literarische Verfahren, mit denen Texte einen „Wirklichkeits-“ oder „Realitätseffekt“ erzeugen können. Entscheidend sind dabei die für den Plot bzw. eine strukturale Textanalyse funktionslosen und insofern scheinbar „überflüssigen Details“. Barthes diskutiert sie vor dem Hintergrund der antiken Rhetorik und stellt sie in die Tradition der epideiktischen Rede bzw. der Ekphrasis und Hypotypose, die jedoch in solchen Texten mit „‚realistischen‘ Imperativen“ verschränkt seien: „Die nicht weiter zerlegbaren Reste der funktionalen Analyse haben eines gemein: Sie denotieren, was man gemeinhin als die ‚konkrete Wirklichkeit‘ bezeichnet (kleine Gesten, flüchtige Haltungen, unbedeutende Gegenstände, redundante Worte). Die bloße ‚Darstellung‘ des ‚Wirklichen‘, die nackte Schilderung des ‚Seienden‘ (oder Gewesenen) erscheint somit als ein Widerstand gegen den Sinn; dieser Widerstand bestätigt den großen mythischen Gegensatz zwischen dem Erlebten (dem Lebenden) und dem Erkennbaren […].“ Das Maximierung von Realitätseffekten markiert den einen Pol medialpanoramatischer Wirklichkeitsrepräsentation, dessen Gegenpol die semantische Optimierung per Abstraktion (zur Karte, Tabelle, Formel) bildet. – Bernd Klöckener

Literatur / Quellen:

  • Barthes, Roland: „L’effet de réel“. In: Communications 11 (1968), S. 84–89

Weblinks:

🖙 Digitalisat
🖙 Digitalisat der dt. Übersetzung

Schlagwörter: Ästhetik, begrenzte Allheit, Didaktik, Ekphrasis, faktual, fiktional, Gesamtprojektion, Immersion, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, mimetisch, schematisch, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, Wissenschaft

1968 – H. G. Adler, Panorama-Roman

Der österreichische Historiker und Schriftsteller H.G. Adler (1910–1988), gemeinhin vor allem als früher Dokumentarist des Theresienstädter Konzentrationslagers gewürdigt, überlebt als einziger seiner Angehörigen die deutsche Judenvernichtung. Weniger bekannt, aber (unter anderem) in panoramatischer Hinsicht signifikant ist sein autobiografischer Roman Panorama. In der Einleitung formal explizit aus der Ambivalenz der (Kaiser-)Panorama-Erfahrung von visuellem wie existenziellem Ein- und zugleich Ausgeschlossensein hergeleitet, präsentiert das Werk in zehn querschnitthaften Rundumblick-Bewegungen, die (statt Kapitel) „Bilder“ heißen, markante Lebensstationen seines Alter Egos Josef von der Kindheit bis zu den Erfahrungen im Nazi-Konzentrationslager und der Ankunft in London. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Adler, H. G.: Panorama. Roman in zehn Bildern [1948/1968], Wien: Zsolnay 2010
  • Filkins, Peter: H. G. Adler. A life in many worlds, Oxford: Oxford University Press 2019
  • Neubauer-Petzoldt, Ruth: „Panoramatisches Erzählen in der Moderne“. In: Raumlektüren. Der Spatial Turn und die Literatur der Moderne, hg. von Tim Mehigan und Alan Corkhill, Bielefeld: transcript Verlag 2013, S. 297–316

Weblinks:

🖙 Wikipedia Autoreintrag

Schlagwörter: 360°, Ästhetik, begrenzte Allheit, Buch, Denkmal, Didaktik, Ekphrasis, faktual, fiktional, geordnet, Gesamtdiagramm, Gesamtprojektion, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, offen, Panorama-Beschreibung, Panorama-Diskurs, panoramatische Diskursform, panoramatische Erzählung, Speicher, symbolisch, Text, textuell, Universalchronik, Zugleichspräsentation

1968 – Whole Earth Catalog


Am 1. 9. erscheint die erste Ausgabe von Stewart Brands Print-Kompendium, das bis 1971 regelmäßig, danach in sporadischen Neuansätzen sämtliche kommerziellen Angebote der US-Alternativkultur bündelt. Auf dem Cover prangt – programmatisch und ikonisch für den kalifornischen Weltverbesserung-, Weltvereinigungs-, aber auch Welteroberungselan – jeweils ein Foto der Erde aus dem All, auf der ersten Ausgabe ein Satellitenfoto von 1967, auf folgenden das „Earthrise“-Foto. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Diederichsen, Diedrich/Franke, Anselm (Hgg.): The Whole Earth. California and the Disappearance of the Outside, Berlin: Sternberg 2013

Weblinks:

🖙 Wikipedia

Schlagwörter: Ästhetik, begrenzte Allheit, Bild, bildvisuell, Buch, Didaktik, faktual, fiktional, geordnet, Gesamtkompendium, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, offen, Organisation, panoramatische Diskursform, schematisch, Speicher, symbolisch, Technik, Text, textuell, Unterhaltung, Utopie/Dystopie, Wimmelbild, Zugriffspräsentation