1972 – Chantal Akerman, La Chambre

Der Film besteht aus langsamen Rundschwenks durch das Zimmer einer jungen Frau – wobei die Kamera zweimal die Richtung wechselt – und mag in Verbindung gebracht werden mit Virginia Woolfs A Room of One’s Own (1929). – Stefan Ripplinger

Schlagwörter: (Aus-)Faltung, 360°, Ästhetik, audiovisuell, bildvisuell, faktual, fiktional, Film, Gesamtprojektion, geschlossen, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Mikropanoramatik, mimetisch, schematisch, Zentralblickpunkt

1972 – Erdfoto Blue Marble


Vom Astronauten Harrison Smith aus der Apollo 17 am 7. Dezember 1972 aus dem All aufgenommenes Foto der Erde (offizielle Bezeichnung AS17-148-22727). Nicht das erste, aber das wirkungsreichste Realbild der gesamten Erde, ikonisch für deren Einheit, Schönheit, aber auch Fragilität; von der NASA später unter gleichem Namen zu größeren Serien ergänzt. – Luca Angelo Bindi | Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

Schlagwörter: Ästhetik, Bild, bildvisuell, Denkmal, Didaktik, Draufblick, faktual, Fernblick, Foto, Medialpanoramatik, mimetisch, Naturpanorama, Panoramaflug, Realpanoramatik, Technik, visuell, Wissenschaft, Zugleichspräsentation

1971 – Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)

Mit der wachsenden Zahl publizierter Titel und der zunehmenden Komplexität des Buchhandels entsteht im deutschsprachigen Raum der Bedarf nach einem zentralen Instrument zur Bündelung und Verfügbarkeitsinformation. Ziel ist es, ein zentrales Informations- und Ordnungssystem für alle im Buchhandel verfügbaren Titel zu schaffen und damit die zunehmende Unübersichtlichkeit des Marktes strukturell zu bewältigen. Auf Initiative der Buchhändlervereinigung wird so in Zusammenarbeit mit den Verlagen das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) entwickelt und etabliert.

Konkret startet die Buchhändlervereinigung dazu 1970 einen Aufruf an die Verlage, alle lieferbaren Titel für das VLB zu melden. Ab August 1971 erscheint einmal jährlich ein mehrbändiger gedruckter Katalog, der alle im deutschsprachigen Buchhandel angebotenen Titel enthalten soll und damit eine umfassende Übersicht über den Buchmarkt herzustellen versucht.

Mit der Digitalisierung seit den frühen 2000er Jahren wird das VLB zu einer online abrufbaren Datenbank weiterentwickelt, wobei zusätzlich Metadaten erhoben, laufend aktualisiert und zur Verfügung gestellt werden. Infolge dieser Entwicklung versteht sich das VLB heute als Plattform für die deutschsprachige Buch- und Medienbranche, auf der ein automatisierter Austausch von Produktinformationen stattfindet. Neben Büchern und E-Books werden dort auch Kalender, Hörbücher, Karten, Fachzeitschriften, DVDs, Software, Musikalien, Spiele und weitere für den Buchhandel relevante Produkte erfasst. Stand 2026 sind nach eigenen Angaben rund 2,9 Millionen Titel von mehr als 22.000 Verlagen detailliert verzeichnet.

Seit 2011 fungiert das VLB zudem als Preisreferenzdatenbank für die Buchpreisbindung im deutschen Buchhandel, seit 2014 auch für den österreichischen Markt. Es richtet sich in erster Linie an Buchhandlungen, Verlage sowie Selfpublisher und stellt so innerhalb der Buchbranche ein zentrales Infrastrukturmedium dar.

Dabei lässt sich das VLB nicht nur als technische Datenbank, sondern als Medium der Übersichtserzeugung verstehen. Es transformiert die Vielzahl lieferbarer Publikationen in eine zugriffsschnelle Gesamtregistratur des Buchmarkts, die Orientierung innerhalb eines zunehmend ausdifferenzierten und unübersichtlichen Systems ermöglicht.

Allerdings bildet das VLB nur jene Titel ab, die aktiv gemeldet und nach standardisierten Vorgaben erfasst werden. Bestimmte Publikationen bleiben daher unberücksichtigt, etwa wenn Selfpublisher ihre Bücher nicht melden oder alternative Vertriebswege nutzen. Wie bei allen vergleichbaren Unternehmungen bleibt der Anspruch auf Übersicht damit prinzipiell an institutionelle und ökonomische Bedingungen der Erfassung gebunden, ist hier jedoch relativ weitgehend verwirklicht. – Davina Pohl / Aileen Derstroff (2026)

Weblinks:

🖙 Offizielle Website des VLB
🖙 Wikipedia

Schlagwörter: begrenzte Allheit, Buch, Enzyklopädie, faktual, geordnet, Gesamtarchiv, Gesamtdiagramm, Medialpanoramatik, offen, Organisation, schematisch, Speicher, Technik, Text, textuell, Überwachung, Zugriffspräsentation

1971 – Computertomografie


Nach Tierversuchen entsteht 1971 die erste CT-Aufnahme eines Menschen. Ab 1972 auf dem Markt, verbreitet sich das Bildgebungsverfahren zur Transparentmachung und Erfassung innerkörperlicher Strukturen, das im Unterschied zur Röntgentomografie keine störenden Überlagerungen zeigt, rasch vor allem in der medizinischen Diagnostik, aber auch in der Materialwissenschaft. – Johannes Ullmaier

Weblinks:

🖙 Wikipedia

Schlagwörter: Bild, bildvisuell, Blicktransparenz, Diagramm, faktual, geordnet, Medialpanoramatik, Medientechnik, mimetisch, schematisch, Technik, Überwachung, Wissenschaft, Zeitensynopse, Zugleichspräsentation

1970 – Karlheinz Stockhausen, Kugelauditorium

Aus Golo Föllmers Erläuterungstext: „Für die Weltausstellung in Osaka im Jahr 1970 baute Deutschland nach künstlerischen Vorstellungen von Karlheinz Stockhausen und einem audiotechnischen Konzept des Elektronischen Studios der TU Berlin den weltweit ersten und bislang einzigartigen kugelförmigen Konzertsaal. Das Publikum saß auf einem schalldurchlässigen Gitterrost etwas unterhalb der Kugelmitte, 50 ringsherum angeordnete Lautsprechergruppen gaben elektroakustische Raumkompositionen […] vollständig dreidimensional wieder. […] Stockhausen gab mit einem hochkarätigen 19-köpfigen Ensemble während der 180-tägigen Ausstellung Live-Konzerte für über eine Million Besucher. […] Die Raumverteilung konnte live anhand einer in Berlin gebauten Sensorkugel auf die 50 Schallquellen gesteuert werden.“ – Johannes Ullmaier

Weblinks:

🖙 Medien Kunst Netz

Schlagwörter: 360°, Ästhetik, auditiv, Bauwerk, Event/Performance, Gesamtprojektion, geschlossen, Hörwerk, Immersion, Kugel, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Medieninstallation, mimetisch, Mythos/Religion, Rahmenexpansion, Rundbau, Technik, Überbreite, Wissenschaft, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1969 – Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz


Zehn Meter hoher Eckzylinder, dessen 24 Rechteck-Kanten je eine Zeitzone repräsentieren und jeweils darin liegende Städte aller Kontinente – insgesamt 146 (Stand 2023) – anzeigen. Innerhalb des Zylinders rotiert als eigentliche Uhranzeige ein Ring, der das Wandern der Stunden(zahlen) durch die Zeitzonen darstellt, sodass jederzeit abzulesen ist, wie spät es auf der Erde wo gerade ist. Darüber ist zudem ein beschleunigt rotierendes Planetarium installiert. Neben dem Ostberliner Fernsehturm prominenteste DDR-Manifestation sozialistischer Welteinheits-, Zukunfts- und Technik-Utopie, bis zum Mauerfall in unvermitteltem Kontrast zu den realen Weltbereisungsmöglichkeiten der Bevölkerung; 1985 und 1997 renoviert und aktualisiert; 2023 in einer klimaaktivistischen Impulshandlung mit Sprühfarbe verunstaltet. – Johannes Ullmaier

Weblinks:

🖙 Wikipedia
🖙 Klima-Protest

Schlagwörter: 360°, Ästhetik, Bauwerk, Denkmal, Diagramm, Didaktik, faktual, Fernblick, geordnet, Gesamtdiagramm, Gesamtprojektion, geschlossen, Karte, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Medieninstallation, Medientechnik, Moving Panorama, Organisation, Rundband, Rundbau, schematisch, Skulptur, symbolisch, Technik, Text, textuell, Universalchronik, Unterhaltung, Zeitensynopse, Zugleichspräsentation

1969 – Rudolf Hausner, Gemälde Laokoon in der Umlaufbahn

Ein „All Seeing Eye“ im Himmel über dem Horizont, darin Laokoon, der als „störender Mahner“ gegen Weltraumeroberungsutopien „im Weltraum entsorgt“ worden sei (Berger/Beinert/Wetzel/Kehl, Bilder des Himmels, S. 111). – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Berger, Klaus/Beinert, Wolfgang/Wetzel, Christoph u. a.: Bilder des Himmels. Die Geschichte des Jenseits von der Bibel bis zur Gegenwart, Freiburg i. B.: Herder 2006

Weblinks:

🖙 Abb. Druckgrafik

Schlagwörter: Allwahrnehmung, Ästhetik, Bild, bildvisuell, Didaktik, Draufblick, Fernblick, fiktional, Gemälde, Idealpanoramatik, Medialpanoramatik, mimetisch, Mythos/Religion, Panoramaflug, symbolisch, Überwachung, Zugleichspräsentation

1969 – 360°-Schwenk bei Walter De Maria

Beim 360°-Schwenk (auch Rundumschwenk, Panoramaschwenk) dreht sich die Kamera, fest positioniert auf einem Stativ, einmal oder mehrfach um die eigene horizontale Achse. Ein exzeptionelles Beispiel ist der 27-minütige Experimentalfilm Hardcore (USA 1969) des Land-Art-Künstlers Walter De Maria. Eine Wüste wird im 360°-Schwenk vorgeführt und dabei mit kurzen Zitaten aus dem Westerngenre konfrontiert: zwei Cowboys, die sich auf ein Duell vorbereiten. Der Kontrast konstituiert die Westernfragmente als eine in die amerikanische Landschaft projizierte Illusion. Die Andeutungen einer spannungsgeladenen Aktion werden durch die Differenz zur öden Landschaft dekonstruiert. Auch Three Circles on the Desert (USA 1969) von De Maria nutzt den markanten 360°-Schwenk in einer Wüste. Während sich die Kamera dreimal um die eigene Achse dreht, entfernt sich der Künstler im Bild – zwischen zwei engen, auf die Wüste gemalte Linien, die in der Tiefe des Bildes zusammenlaufen – und ist nach der dritten Drehung verschwunden. Die Komposition lebt von dem geometrischen Gegensatz zwischen der Zirkularität des Schwenks, der den Naturraum dynamisiert, und der Linearität der Bewegung des Künstlers, die sich in der Bildtiefe verliert. Die Panoramatik von 360°-Schwenks zeichnet aus, dass die Kadrierung den Bildausschnitt limitiert: Das Panorama ergibt sich also erst sukzessiv durch die Seitwärtsdrehung. In diesem Sinn wirken die Wüstenlandschaften in De Marias Filmen wie ein Panoramabild, das durch den Bildrahmen gezogen wird, und gleichen somit einem Moving Panorama. – Johannes Noss

Literatur / Quellen:

  • Ehninger, Eva: „360°: Landschaftsprojektionen und ihr bildkritisches Potenzial“. In: Bildprojektionen. Filmisch-fotografische Dispositive in Kunst und Architektur, hg. von Lilian Haberer und Annette Urban, Bielefeld: transcript 2016, S. 271–284, S. 285–302
Schlagwörter: 360°, Ästhetik, audiovisuell, bildvisuell, Didaktik, fiktional, Film, geordnet, Gesamtprojektion, geschlossen, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Medientechnik, mimetisch, Moving Panorama, Naturpanorama, Rahmenexpansion, Rundband, schematisch, Technik, Überwachung, Unterhaltung, Zentralblickpunkt

1968 – International Standard Book Number (ISBN)

Obwohl Bücher seit Jahrhunderten zirkulieren, entsteht erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zuge der zunehmenden internationalen Buchmarktvernetzung der Bedarf nach einer international einheitlichen Kennzeichnung von Publikationen. Mit der Einführung der International Standard Book Number (ISBN) im Jahr 1968 in Großbritannien und ihrer weltweiten Etablierung Anfang der 1970er Jahre wird ein System geschaffen, das den globalen Buchmarkt nachhaltig strukturiert.

Bereits 1966 hat das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer (SBN) eingeführt. Die Internationale Organisation für Normung greift diese Vorschläge auf und erweitert die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur Internationalen SBN (ISBN). Heute wird die ISBN weltweit in mehr als 150 Ländern verwendet. Dabei dient sie nicht nur als einfache Identifikationsnummer, sondern als zentraler organisatorischer Baustein des modernen Publikations- und Vertriebssystems, der es ermöglicht, ein bestimmtes Buch in seiner exakten Ausgabe weltweit zweifelsfrei aufzufinden, zu bestellen und zu verwalten. In Deutschland wirkt insbesondere der Buchhändler Hans Jürgen Ehlers an der Einführung des ISBN-Standards mit.

Erkennbar wird die Funktionsweise der ISBN am Aufbau der Nummer selbst. Am Beispiel der 13-stelligen ISBN 978-3-86647-856-5 lässt sich ihr Gliederungsprinzip nachvollziehen: Die einleitende Ziffernfolge „978“ markiert den Buchsektor im Feld der allgemeinen EAN-13-Klassifikation (European Article Number). Es folgt die Ländernummer „3“, die den deutschsprachigen Raum kennzeichnet. Die anschließende Verlagsnummer „86647“ identifiziert einen spezifischen Verlag, hier Anaconda. Die darauffolgende Titelnummer „856“ verweist auf eine konkrete Buchpublikation, hier: eine bestimmte Ausgabe des Zauberers von Oz. Die abschließende Prüfziffer kontrolliert nach einem Berechnungsverfahren, in das alle vorangegangenen Ziffern eingehen, ob die Gesamtnummer formal korrekt ist. So übersetzt das ISBN-System den kulturellen Gegenstand ‚Buchpublikation‘ in eine präzise, von Maschinen ebenso lesbare wie von Menschen interpretierbare Struktur, die vor allem dem Warenverkehr, aber auch der bibliographischen Erfassung dient.

Mit Blick auf die Fähigkeit der ISBN, angesichts der vielen Millionen bereits erschienenen und zukünftig erscheinenden Buchtitel jetzt und auf Dauer eine allumfassende und zugleich eindeutige und differenzierte Bestandsregistratur zu gewährleisten, wirft das Beispiel allerdings die Frage auf, ob die festgelegten dreizehn Ziffernpositionen dafür hinreichen. Konkret: Wenn etwa „3“ für „deutschsprachig“ steht, für die Sprache also offenbar nur eine Position mit den zehn möglichen Ziffern „0“ bis „9“ vorgesehen ist, wie bildet sich dann die weltweite Vielfalt von mehreren Tausend Sprachen ab, von denen weitaus mehr als nur zehn sich in gedruckten Büchern finden? Die Antwort liegt in der Variabilität der sogenannten Länder- bzw. Gruppenkennung. Diese ist nicht fest einstellig, sondern kann zwischen einer und fünf Ziffern lang sein. Diese Sektionen stehen teils für einzelne Länder, teils für ganze Sprachräume. So repräsentiert die „2“ den französischsprachigen Raum, während Spanien mit der zweistelligen Ziffer „84“ geführt wird. Je länger diese Gruppenkennung ausfällt, desto kürzer werden dann die – ihrerseits variablen – Verlags- und Titelnummern. Trotzdem bleibt die Gesamtstruktur der ISBN vom Umfang her so konstant und dennoch potentiell allumfassend. – Aileen Derstroff (2026)

Literatur / Quellen:

  • ISBN Handbuch. 7. Auflage. London: Internationale ISBN-Agentur 2017.
  • Lyman F. Baum. Der Zauberer von Oz. Köln: Anaconda 2012.

Weblinks:

🖙 Zur Geschichte der ISBN auf isbn.org
🖙 Wikipedia

Schlagwörter: begrenzte Allheit, Diagramm, faktual, geordnet, Gesamtdiagramm, Konzept/Idee, Medialpanoramatik, offen, Organisation, schematisch, Speicher, textuell, Überwachung, Zugriffspräsentation

1968 – Ali Mitgutsch, Rundherum in meiner Stadt


Pionierwerk des aus München stammenden Kinderbuchautors, das als erstes Wimmelbuch im deutschsprachigen Raum gilt. 1969 erhält Mitgutsch für Rundherum in meiner Stadt den Deutschen Jugendbuchpreis. In seinen Wimmelbüchern werden häufig Themenkomplexe wie Dorf, Stadt, Land, Wasser und Arbeitswelt abgebildet, wodurch sie starke Alltagsnähe aufweisen. Oft betonen schon die Buchtitel den Suchbildcharakter, indem sie zum Mitmachen auffordern, wie etwa: Komm mit ans Wasser (1971). Zudem zeichnen Mitgutschs Bilderbücher sich durch ihre kleinteiligen Sachbeschreibungen aus. Indem sie den Blick auf Funktionszusammenhänge lenken, fördern sie die Beobachtungsgabe der jungen Leser (vgl. Kaminski, Bilderwelt, S. 320). Aus pädagogischer Sicht ermöglichen Mitgutschs Inszenierungen vielfältiger Alltagsszenen den Betrachtenden, Neues über ihre Umwelt zu lernen, wobei sie durch den Blick auf das Geschehen aus der Vogelperspektive zugleich immer den Überblick über die zahlreichen Details im Bild behalten. Durch die Tatsache, dass alle Figuren – egal, ob sie sich im Vordergrund oder im Hintergrund befinden – gleich groß sind, stellt der Autor und Zeichner bewusst ihre Funktion als Teil des Ganzen und damit strukturell auch ihre Ebenbürtigkeit heraus. Auf diese Weise erhält der Betrachter einen maximalen Freiraum beim Anschauen des Wimmelbuchs: Jeder kann selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge das Bild erschlossen wird und welche Szenen eingehender betrachtet werden (vgl. Nefzer, Fantasie und Sprache, S. 25). – Lena Reuther

Literatur / Quellen:

  • Kaminski, Winfred: „Die Bilderwelt der Kinder“. In: Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur, hg. von Reiner Wild, Stuttgart: Metzler 1990, S. 317–323.
  • Mitgutsch, Ali: Rundherum in meiner Stadt. Mein Wimmelbuch, 39. Aufl., Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 1992.
  • Mitgutsch, Ali: Komm mit ans Wasser. Mein Wimmelbuch, 40. Aufl., Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 1992.
  • Nefzer, Ina: „Ich schaffe Bilder, die sich selbst erzählen. Mit Ali Mitgutschs Wimmelbüchern Fantasie und Sprache fördern“. In: Kindergarten heute 40 (2010), H. 8, S. 24–27.

Weblinks:

🖙 Ali Mitgutsch

Schlagwörter: Ästhetik, Bild, bildvisuell, Buch, Didaktik, Draufblick, Fernblick, fiktional, Gesamtprojektion, Großtableau, Medialpanoramatik, mimetisch, Panoramabild, schematisch, Überbreite, Unterhaltung, Wimmelbild, Zeichnung, Zugleichspräsentation, Zugriffspräsentation