1840–1842 – Les Français peints par eux-mêmes


Umfassend angelegtes Kompendium sogenannter ‚Typen‘ der französischen (bzw. Pariser) Gesellschaft. Die einzelnen Teile wurden zuvor in Form kleiner Hefte an Abonnenten verkauft. Für das Sammelwerk habe man, so schreibt der Herausgeber, „alle Klassen der Gesellschaft“ erkundet und sondiert. Die Typen werden jeweils mit einer kleinen grafischen Illustration, einer möglichst sprechenden Bezeichnung und einem kleinen charakterisierenden Text präsentiert. Das Werk zählt zu der umfangreichen Produktion sogenannter druckgrafischer und literarischer „Physiologien“ des 19. Jahrhunderts. – Clara Wörsdörfer

Literatur / Quellen:

  • Men, Ségolène le/Abélès, Luce/Preiss-Basset, Nathalie: Les Français peints par eux-mêmes. Panorama social du XIXe siècle, Ausst.-Kat. Paris, Musée d’Orsay, Paris: Musée d’Orsay 1993
Schlagwörter: Bild, bildvisuell, Buch, Didaktik, Enzyklopädie, faktual, Gesamtkompendium, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, offen, Organisation, schematisch, symbolisch, Technik, Text, textuell, Zeichnung, Zugriffspräsentation

1840 – Adalbert Stifter, Der Condor

1840 als literarisches Debüt des Autors veröffentlicht, schildert Stifters Erzählung die zerbrochene Jugendliebe des Malers Gustav und der emanzipationswilligen Cornelia. Im Zentrum des an Jean Pauls Ballon-Motivik anknüpfenden Werks steht der Konflikt um Cornelias entgegen Gustavs Warnung unternommene Ballonfahrt über die Alpen. Allerdings erweist sich die Höhenerfahrung für Cornelia als überfordernd: „Erschrocken wandte die Jungfrau ihr Auge zurück, als hätte sie ein Ungeheuer erblickt – aber auch um das Schiff herum wallten weithin weiße, dünne, sich dehnende und regende Leichentücher – von der Erde gesehen – Silberschäfchen des Himmels. – Zu diesem Himmel floh nun ihr Blick – aber siehe, er war gar nicht mehr da: das ganze Himmelsgewölbe, die schöne blaue Glocke unserer Erde, war ein ganz schwarzer Abgrund geworden, ohne Maß und Grenze in die Tiefe gehend.“ (Riha (Hg.) Reisen im Luftmeer, S. 69). Als Cornelia schließlich in Ohnmacht fällt, muss die kostspielige Fahrt abgebrochen werden: „‚Wir müssen niedergehen; die Lady ist sehr unwohl.‘ Der alte Mann stand auf von den Instrumenten und sah hin, es war ein Blick voll strahlenden Zornes, und ein tief entrüstetes Antlitz. Mit überraschend starker Stimme rief er aus: ‚Ich habe es dir gesagt, Richard, das Weib erträgt den Himmel nicht –.‘“ (Riha (Hg.) Reisen im Luftmeer, S. 170). Der in Stifters fiktiver Handlungskonstellation nahegelegte weibliche Mangel an celestischer Panorama-Akkommodationsfähigkeit (vgl. etwa auch Riha (Hg.) Reisen im Luftmeer, S. 116), der in der Realgeschichte der Ballonfahrt nicht signifikant zu belegen ist (eher im Gegenteil, vgl. Riha (Hg.) Reisen im Luftmeer, zum Beispiel, S. 125), ebenso wenig wie umgekehrt etwa eine pauschale weibliche Sensibilität für die abgründige Erhabenheit kosmischer Seheindrücke, gibt Anlass zur Diskussion historischer Gender-Stereotype, wie sie analog auch im Diskurs um angebliche Überforderungssymptome von Frauen und Kindern beim Panorama-Besuch auftreten. – Naemi Dittes | Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Stifter, Adalbert: Studien 1. Sämtliche Werke, Bd. I, Prag: Calve 1904
  • Riha, Karl (Hg.): Reisen im Luftmeer. Ein Lesebuch zur Geschichte der Ballonfahrt, München/Wien: Hanser 1983, S. 161–170

Weblinks:

🖙 Wikipedia
🖙 Springer Link

Schlagwörter: Ästhetik, Buch, Didaktik, Draufblick, Fernblick, fiktional, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Naturpanorama, Panoramaflug, panoramatische Erzählung, symbolisch, Technik, Text, textuell, Unterhaltung, visuell

1838 – Ludwig Bechstein, Wanderungen durch Thüringen

Der Abschnitt „Felsenthal und Inselberg“ (Bechstein, Wanderungen durch Thüringen, S. 258–267) enthält eine idealtypisch geordnete, alle vier Himmelsrichtungen ab Norden im Uhrzeigersinn durchlaufende Gipfelpanorama-Rundum-Beschreibung: „Den Berggipfel umwandelnd, deutete Otto die Hauptpunkte des herrlichen Inselberg-Panorama’s an, und mit bewaffnetem Auge folgte seinen Fingerzeigen die begleitende Gesellschaft. ‚Mit dem Norden beginnend,‘ sprach der Geleiter: ‚sehen wir die Kette des Harzgebirges […]‘.“ (Bechstein, Wanderungen durch Thüringen, S. 261). – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Bechstein, Ludwig: Wanderungen durch Thüringen, Leipzig: Wigand 1838

Weblinks:

🖙 Projekt Gutenberg
🖙 Digitalisat

Schlagwörter: 360°, Ästhetik, Denkmal, Didaktik, faktual, Fernblick, geordnet, Gesamtprojektion, geschlossen, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Naturpanorama, Panorama-Beschreibung, Realpanoramatik, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, visuell, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1836 – Edward Hazen, The Panorama of Professions and Trades

Illustriertes US-Buchkompendium möglichst aller dort um 1830 bestehenden Berufsbilder. Im einleitenden „Preface“ schreibt der Autor, das Werk diene der Berufsorientierung und sei in erster Linie für eine junge Leserschaft verfasst. In 68 Kapiteln wird eine noch größere Zahl an Berufen vorgestellt. Die Kapitel bestehen jeweils aus einem Gravurendruck und einem Text. Stellvertretend für viele andere belegt Hazens Buchtitel die schon im 19. Jahrhundert gängige Verwendung des ‚Panorama‘-Begriffs jenseits von visuellen, Kunst- oder Rundbau-Bezügen. – Rebecca Rasp | Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Hazen, Edward: The Panorama of Professions and Trades. Or Every Man´s Book, Philadelphia: Uriah Hunt 1836

Weblinks:

🖙 Text

Schlagwörter: Bild, bildvisuell, Buch, Didaktik, Enzyklopädie, faktual, geordnet, Gesamtkompendium, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, offen, Organisation, schematisch, symbolisch, Technik, Text, textuell, Zugriffspräsentation

1835 – Stendhal, Vie de Henry Brulard (Leben des Henry Brulard)

Die 1890 postum veröffentlichte Autofiktion beginnt mit einem panoramatischen Blick auf Rom vom Gianicolo aus. Dieses Panorama ist zugleich ein Blick auf das eigene Leben kurz vor dem 50. Geburtstag. In das Manuskript hat der Autor zahlreiche selbstgezeichnete Karten eingerückt, um bestimmte Orte seines Lebens topologisch zu bestimmen. – Stefan Ripplinger

Literatur / Quellen:

  • Stendhal: Das Leben des Henry Brulard [1835/1890] und andere autobiographische Schriften, München: Winkler 1956
Schlagwörter: Ästhetik, bildvisuell, Buch, Draufblick, Ekphrasis, fiktional, Gesamtprojektion, Karte, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, panoramatische Erzählung, Realpanoramatik, schematisch, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, Zugleichspräsentation

1831 – Ludwig Börne im Panorama der Seeschlacht von Navarino

Im sechsunddreißigsten seiner Briefe aus Paris vom 21. Februar 1831 gibt Börne eine detailreiche Eindrucks- und Verlaufsschilderung eines Besuchs im Navarino-Panorama, deren Beginn dessen zeitgenössisches Überwältigungspotenzial bezeugt: „Von welch einem erhabenen Schauspiele kehre ich eben zurück! Und welch eine Stadt ist dieses Paris, wo Götter Markt halten und alltäglich ihre Wunder feilbieten! Ich stand auf dem höchsten Gipfel des menschlichen Geistes und übersah von dort das unermeßliche Land seines Wissens und seiner Kraft. Ich kam bis an die Grenze des menschlichen Gebietes, da wo die Herrschaft der Götter beginnt – ich habe eine Seeschlacht gesehen.“ (Börne, „Briefe aus Paris“, S. 192). Die anschließende Detailschilderung bleibt emphatisch, führt aber in ihrer ekphrastischen Fülle umso eindrücklicher ins Erfahrungssubstrat einer spektakulären, hier einmal rundum gelingenden historischen Panorama-Medien-Schau und -Show. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Börne, Ludwig: „Briefe aus Paris“. In: Sämtliche Schriften, hg. von Inge Rippmann und Peter Rippmann, Dreieich: Joseph Melzer 1977

Weblinks:

🖙 Projekt Gutenberg

Schlagwörter: 360°, Animation, Ästhetik, Bauwerk, Bild, bildvisuell, Denkmal, Didaktik, Ekphrasis, Event/Performance, faktual, Gemälde, Gemälderundbau, Immersion, Inhaltspanoramatik, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Medieninstallation, mimetisch, Panorama-Beschreibung, Panoramabild, panoramatische Erzählung, Rundband, Rundbau, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1831 – Jean-Charles Langlois, Seeschlacht von Navarino

In einer eigens neu eröffneten Rotunde (15 m Höhe, 38 m Durchmesser) in der Rue des Marais-du-Temple 14 in Paris präsentiert der ehemalige Offizier und erfolgreiche französische Marinemaler Jean-Charles Langlois dieses (nicht erhaltene) Rundbild. Um den Illusionseffekt zu steigern, lässt sich Langlois eine Neuerung einfallen: Er ersetzt die traditionelle Plattform durch das Achterdeck der Fregatte Scipio, die selbst an dem gezeigten Gefecht teilgenommen hat. Germain Bapst schreibt dazu: „Während der Betrachter früher das Schauspiel isoliert und entfernt aus der Vogelschau sah, versetzte ihn Langlois direkt ins Zentrum des Geschehens.“ (zit. n. Comment, Das Panorama, S. 47). Auch überbrückt Langlois den Graben zwischen Plattform und Bild mit Gegenständen und perfektioniert damit das sogenannte Faux Terrain. Gaslicht und Ventilation werden eingesetzt, um Feuer und Seewind vorzutäuschen. Vor Ort wird ein Programmheft ausgehändigt, in dem die Vorgeschichte und Folgen des gezeigten Moments der Schlacht erläutert sind, angereichert durch Berichte von Zeitzeugen. – Clara Wörsdörfer

Literatur / Quellen:

  • Comment, Bernard: Das Panorama. Geschichte einer vergessenen Kunst, Berlin: Nicolai 2000
  • Geimer, Peter: Die Farben der Vergangenheit. Wie Geschichte zu Bildern wird, München: C. H. Beck 2022, S. 63–65
Schlagwörter: 360°, Animation, Ästhetik, auditiv, Bauwerk, Bild, bildvisuell, Denkmal, Didaktik, Event/Performance, faktual, Gemälde, Gemälderundbau, Gesamtprojektion, geschlossen, haptisch, Immersion, Medialpanoramatik, Medieninstallation, mimetisch, Panoramabild, Rundband, Rundbau, Text, textuell, Unterhaltung, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1829–1850 – Honoré de Balzac, La Comédie Humaine

Im Avant-propos zur Comédie humaine aus dem Juli 1842 rechtfertigt Honoré de Balzac (1799–1850) den – an Dantes Divina commedia angelehnten – Titel seines 91 Romane und Erzählungen (ursprünglich waren 137 geplant) und 3000 Figuren umfassenden Unternehmens mit dessen Universalität. Zugleich epochenspiegelnd wie epochemachend, begreift sich das Werk als Sittengemälde der postrevolutionären französischen Gesellschaft, in der das Geld eine immer größere Rolle spielt und das Leben der Menschen determiniert. Dabei tauchen zentrale Figuren in mehreren Werken – mal als Haupt-, mal als Nebenfiguren – auf, wodurch sich die einzelnen Handlungen zu einem zusammenhängenden Diegese-Kosmos konfigurieren. Da das Geschehen sich zudem über mehrere Generationen erstreckt, werden die einzelnen Individuen oft über lange Zeiträume begleitet und sowohl im gesamtgesellschaftlichen Komplex als auch in bestimmten Milieukontexten verortet. Durchgehendes Ziel ist es dabei, verborgene Gesetzmäßigkeiten der historischen Entwicklung offenzulegen. Mit quasi-dokumentarischem Anspruch schildert Balzac die Lebenswirklichkeit unterschiedlicher sozialer Schichten, vor allem des Adels und des Bürgertums, hauptsächlich in der Metropole Paris, aber auch in der Provinz. So lässt sich die Comédie humaine als panoramatisches Projekt der repräsentativen epischen Gesamterfassung des Sozialgefüges der französischen Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts begreifen. Unter Einbeziehung verschiedener Gattungen (Reflexionen, Beschreibungen, Essays, Briefe etc.) entsteht dabei ein maximal großformatiges wie zugleich detailreiches narratives Wimmelbild der damaligen Weltstadt und ihrer Bevölkerung. Entsprechend wurde Balzacs Romanzyklus als „vollständige Geschichte“, in der „jedes Kapitel ein Roman und jeder Roman eine Zeitgeschichte“ ist (Sabin, Artikel „Balzac, Honoré de“, S. 109), charakterisiert, dessen Einheit laut Ernst Robert Curtius in dessen „Allheit“ (zit. n. ebd.) liegt. – Nina Cullmann

Literatur / Quellen:

  • Balzac, Honoré de: La comédie humaine [1829–1850], 10 Bde., Paris: Gallimard 1976
  • Sabin, Stefana: „Balzac, Honoré de“. In: Metzler Lexikon Weltliteratur, hg. von Axel Ruckaberle, Stuttgart: J. B. Metzler 2006, S. 106–110, S. 106–110

Weblinks:

🖙 Kindlers Literatur Lexikon
🖙 Wikipedia

Schlagwörter: Ästhetik, Buch, Denkmal, Didaktik, fiktional, Gesamtkompendium, Gesamtprojektion, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, offen, Organisation, panoramatische Erzählung, symbolisch, Text, textuell, Überbreite, Universalchronik, Unterhaltung

1827 – Johann Wolfgang von Goethe, Konzept der Weltliteratur

Den Grundstein für sein Konzept von „Weltliteratur“ legt Goethe bereits im Jahr 1801 in der Notiz, dass eine bloß patriotische Kunst oder Wissenschaft nicht existiere, sondern beide nur im Kontext einer allgemeinen und freien Wechselwirkung blühen könnten (Goethe, Ästhetische Schriften 1771–1805, S. 809). Den zukunftsträchtigen (und von Wielands vorangehendem Gebrauch des Wortes abweichenden) Begriff von „Weltliteratur“ prägt Goethe jedoch erst im Jahr 1827 in einem Gespräch mit Eckermann (Goethe, Eckermann: Gespräche mit Goethe, S. 225), in dem er die Nationalliteraturen verabschiedet und eine neue Epoche inauguriert, die sich durch einen weltweiten literarischen Austauschprozess kennzeichne und keiner nationalen Begrenzung unterliege. Damit bleibt die weltliterarische Dynamik nach Goethe nicht auf die bloße Kenntnis- und Bezugnahme von Autor:innen untereinander beschränkt, sondern konstituiert sich durch einen Gemeinsinn, der auf einem geteilten Wissens- und Wertefundus beruhen und sich im Zuge der verbesserten Kommunikations- und Transportmöglichkeiten verfestigen werde. Wenngleich de facto noch stark eurozentrisch, begründet Goethe so die Auffassung von Literatur als einem gesamtmenschheitlichen Phänomen, das aus universalem, sprich hier: internationalem wie supraepochalem Geist heraus evolviert. – Nina Cullmann

Literatur / Quellen:

  • Strich, Fritz: Goethe und die Weltliteratur, Bern: Francke 1946
  • Goethe, Johann Wolfgang: Ästhetische Schriften 1771–1805. Sämtliche Werke. Bd. 18, Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag 1998
  • Goethe, Johann Wolfgang: Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. Sämtliche Werke. Bd. 39., Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag 1999

Weblinks:

🖙 Wikipedia

Schlagwörter: Ästhetik, Didaktik, Idealpanoramatik, Inhaltspanoramatik, Konzept/Idee, offen, Rahmenexpansion, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, Utopie/Dystopie

1817–1830 – Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften


Die von Hegel als begleitendes Skript zu seinen Vorlesungen herausgegebene, in späteren Zusätzen durch seine Hörer auf das Doppelte ihres ursprünglichen Umfangs erweiterte Zusammenfassung des (subiectivus und obiectivus) Deutschen Idealismus stellt Hegels Überblick über sein philosophisches System dar. Zugleich ist sie ein Panorama der Welt in ihren Abteilungen Logik (Sein – Wesen – Idee), Natur und Geist (subjektiver, objektiver und absoluter Geist). Darin fasst sich der Anspruch der Hegelschen Philosophie zusammen, alle Erscheinungen und das Wesen der Wirklichkeit in ihrem Zusammenhang zu erfassen. Dass das „Wahre […] das Ganze“ sei, wie 1807 in der Phänomenologie des Geistes (Hegel, Phänomenologie des Geistes, S. 24) postuliert, ist nicht als (unabschließbare) quantitative Addition aller Einzelheiten zu verstehen, sondern als (abgeschlossene) begriffliche Bestimmung, also als qualitativer Begriff des Zusammenhangs aller Einzelheiten. Als „Totalität“ lebt diese Vorstellung bis hin zu ihrer Negation in der Kritischen Theorie fort. – Carsten Jakobi

Literatur / Quellen:

  • Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Phänomenologie des Geistes [1807], Frankfurt am Main: Suhrkamp 1986
  • Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften [1801–1830], Frankfurt am Main: Suhrkamp 1995

Weblinks:

🖙 Wikipedia
🖙 Online-Text

Schlagwörter: Buch, Didaktik, Enzyklopädie, faktual, Gesamtdiagramm, Gesamtkompendium, geschlossen, Idealpanoramatik, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Mythos/Religion, Organisation, schematisch, symbolisch, Text, textuell, unbegrenzte Allheit, Utopie/Dystopie, Wissenschaft, Zugriffspräsentation