1883 – Ernst Haeckel, Indische Reisebriefe

Am Ziel seiner Besteigung des Adams-Pik auf Ceylon reflektiert Haeckel das Verhältnis von kumulativem Erfahrungslauf und daraus kulminierender Panorama-Rund- wie -Rückschau, was ihn zu Mutmaßungen über die Verbindung von Naturpanorama- und Transzendenz-Erleben führt: „Weit interessanter und erhebender, als diese Andachtsübungen der Pilger und die Zeremonien der Priester, war für uns das großartige Panorama, das die unbeschränkte Aussicht von diesem isolierten Berggipfel darbietet. Mit einem Blick überschauen wir hier den größten Teil der immergrünen Insel, die in so vieler Beziehung zu den schönsten und merkwürdigsten der Welt gehört. Allerdings ist das Großartigste an unsrem Panorama gerade diese Vorstellung, und die Erinnerung an die tausend herrlichen und interessanten Bilder, mit denen unsre Streifzüge durch dies irdische Paradies uns bereichert haben. Indem wir hier den Schauplatz derselben von einem Punkte aus rings überschauen, durchfliegen wir gewissermaßen das Inhaltsverzeichnis des Skizzenbuches, das wir hier mit Feder und Pinsel gesammelt haben. […] Man lernt hier begreifen, wie diese isolierte Bergspitze der einigende Mittelpunkt andächtigen Gottesdienstes für mehrere ganz verschiedene Religionsformen werden konnte.“ (Haeckel, „Der Adams-Pik auf Ceylon“, S. 68). – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Haeckel, Ernst: „Der Adams-Pik auf Ceylon“. In: Deutsche Rundschau 37 (1883), H. 10, S. 53–70

Weblinks:

🖙 Projekt Gutenberg

Schlagwörter: 360°, Denkmal, Didaktik, Draufblick, Ekphrasis, faktual, Fernblick, Gesamtprojektion, Idealpanoramatik, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Mythos/Religion, Naturpanorama, Realpanoramatik, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, visuell, Zeitensynopse, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

ca. 1883 – „Allwissender Erzähler“

Mit der Unterscheidung von „Allgegenwart und Allwissenheit des Dichters“ legt der Schriftsteller Friedrich Spielhagen (Spielhagen, Beiträge zur Theorie und Technik des Romans, S. 236) in seinem theoretischen Werk Beiträge zur Theorie und Technik des Romans eine Begriffsgrundlage für den vor allem im schulischen Gebrauch populären Terminus eines quasi-göttlichen „Allwissenden Erzählers“, der in der akademischen Narratologie ab Mitte des 20. Jahrhunderts – mit unterschiedlichen Akzenten – als „Auktoriale Erzählsituation“ (Stanzel) bzw. „Nullfokalisierung“ (Genette) konzipiert wird. Überall ist damit jedoch der (im praktischen Gebrauch bis in die Antike zurückgehende) Fall eines Erzählmodus markiert, der sich das Recht nimmt, die erzählerisch präsentierte Welt beliebig zu entwerfen, zu perspektivieren und zu modifizieren. Schärfer als gemeinhin üblich wäre dabei zwischen einer – tendenziell expliziten und (quasi-)zugleichspanoramatischen – Darbietung bzw. Behauptung manifester All- und Überschau und einer – tendenziell impliziten und verlaufspanoramatischen – Lizenz zur unlimitierten Bewegung durch ‚alle möglichen‘ lokal wechselnden Seinssphären und Perspektiven zu unterscheiden. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Spielhagen, Friedrich: Beiträge zur Theorie und Technik des Romans, Berlin: L. Staackmann 1883

Weblinks:

🖙 Spielhagen
🖙 Martinez-Artikel Allwissendes Erzählen

Schlagwörter: Allwahrnehmung, Ästhetik, Blicktransparenz, Didaktik, Draufblick, Fernblick, fiktional, Gesamtprojektion, Idealpanoramatik, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, mimetisch, Mythos/Religion, offen, symbolisch, Text, textuell, Überwachung, unbegrenzte Allheit, Unterhaltung, Utopie/Dystopie, Zeitensynopse, Zugleichspräsentation, Zugriffspräsentation

1881 – Jules Bourdais, Sonnensäule


Zum 100. Jubiläum der Französischen Revolution will die französische Regierung im Jahr 1889 einen gewaltigen Prestigebau errichten. Präsident Jules Ferry wünscht sich ein Wahrzeichen, das die französischen Großmachtansprüche verdeutlichen soll. Insgesamt werden 107 Vorschläge eingereicht, darunter neben Gustav Eiffels später realisiertem Eiffelturm ein Sonnenturm-Entwurf des Architekten Jules Bourdais und des Ingenieurs Amédée Sébillot. Ihre Idee besteht darin, einen riesigen Leuchtturm aus Stein in die Mitte von Paris zu bauen, die sogenannte Colonne Soleil (dt. Sonnensäule). Diese soll eine künstliche, elektrische Sonne schaffen, um die Nacht in Paris zu erhellen, und erinnert an eines der antiken Weltwunder: den Leuchtturm von Pharos. Der Turm soll 300 Meter hoch und mit vier Aufzügen ausgestattet sein, auf seiner Spitze soll eine 55 Meter hohe Sonnenlaterne leuchten. Dazu hat Bourdais die Idee, die Dächer der Häuser in Paris mit Spiegeln zu bestücken, damit das Licht der Laterne in jeden Winkel der Stadt reflektieren kann. Im dreieckigen Turmsockel möchte er ein Elektrizitätsmuseum einrichten, zugleich soll die Sonnensäule für wissenschaftliche Experimente genutzt werden. Gekrönt wird das Bauwerk durch einen Ring aus Sternen und eine geflügelte Statue, welche der Wissenschaft gewidmet ist. Diesseits aller Zeitgeistspuren in der Konzeption entfaltet Bourdais’ Vision durch ihre allüberragende Anlage und allüberstrahlenden Rundumsicht große panoramatische Leuchtkraft. Gleichwohl unterschätzen Konstrukteur und Architekt in ihren Planungen das enorme Gewicht der Sonnensäule. Statische Probleme und die gewaltigen Kosten hätten das Projekt selbst dann verhindert, wenn der Zuschlag für den Bau des neuen Pariser Wahrzeichens nicht an Gustave Eiffel und seinen Eiffelturm gegangen wäre. So gerät der Leuchtturm-Traum bald in Vergessenheit. – Jana Keim / Jakob Wallis

Literatur / Quellen:

  • Philouze Chatty, Claudine: Jules Bourdais (1835–1915): un ingénieur chez les architectes, Toulouse: Université Toulouse-Jean Jaurès 2016.

Weblinks:

🖙 Spiegel-Bildstrecke
🖙 TV-Doku

Schlagwörter: 360°, Ästhetik, Bauwerk, Denkmal, Didaktik, Draufblick, Fernblick, fiktional, Konzept/Idee, Medialpanoramatik, Medieninstallation, Mythos/Religion, Realpanoramatik, Rundbau, Skulptur, symbolisch, Technik, Überwachung, Unterhaltung, visuell, Wissenschaft, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1870 – Ernst Haeckel, Die Besteigung des Pik von Teneriffa

Kontemplative Beschreibung einer Gipfelpanorama-Erfahrung mit prägnanten Perspektivwechseln: „Vor Allem kommt hierbei die Größe des Erdenstückchens in Betracht, welches man hier mit einem Blicke überschaut, die Masse der verschiedenartigen, theils bekannten, theils unbekannten Gegenstände, welche sich hier in dem engen Rahmen eines Panorama’s zusammendrängen. Die ungewohnte Ausdehnung und Höhe des Horizonts giebt uns eine dunkele Vorstellung von der Unendlichkeit des Raums. […] Mit einem gewissen Stolze fühlt man sich einen Augenblick als Herrn des Standpunktes, den man mit so vielen Mühen und Gefahren erkämpft hat. Bald aber fühlt sich der Mensch wieder als das, was er ist, als eine vergängliche Welle in dem unendlichen Meere des Lebens, als eine vorübergehende Combination einer verhältnißmäßig geringen Anzahl organischer Zellen, welche in letzter Instanz den eigenthümlichen chemischen Eigenschaften des Kohlenstoffs ihre Entstehung und Bedeutung verdanken!“ (Haeckel, „Die Besteigung des Pik von Teneriffa“, S. 25). – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Haeckel, Ernst: „Die Besteigung des Pik von Teneriffa“. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin 5 (1870), S. 1–28

Weblinks:

🖙 Schlagwörter: 360°, Ästhetik, Didaktik, Draufblick, Ekphrasis, faktual, Fernblick, Gesamtprojektion, Inhaltspanoramatik, Laufpräsentation, Mythos/Religion, Naturpanorama, Panorama-Beschreibung, Realpanoramatik, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, visuell, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1828 – Tibetisches Lebensrad

Feinziseliertes fernöstliches Gesamtschema der „sechs Daseinswelten aller Geschöpfe“ in Kreisform bzw. Kreissegmenten. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Golowin, Sergius: Die grossen Mythen der Menschheit, Freiburg im Breisgau: Herder 1998, S. 266

Weblinks:

🖙 Erläuterung buddhistische Gesellschaft

Schlagwörter: Ästhetik, Bild, bildvisuell, Denkmal, Diagramm, Didaktik, Gemälde, Gesamtdiagramm, Gesamtprojektion, Großtableau, Idealpanoramatik, Medialpanoramatik, mimetisch, Mythos/Religion, Rundbild, schematisch, symbolisch, Wimmelbild, Zeitensynopse, Zugleichspräsentation

1817–1830 – Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften


Die von Hegel als begleitendes Skript zu seinen Vorlesungen herausgegebene, in späteren Zusätzen durch seine Hörer auf das Doppelte ihres ursprünglichen Umfangs erweiterte Zusammenfassung des (subiectivus und obiectivus) Deutschen Idealismus stellt Hegels Überblick über sein philosophisches System dar. Zugleich ist sie ein Panorama der Welt in ihren Abteilungen Logik (Sein – Wesen – Idee), Natur und Geist (subjektiver, objektiver und absoluter Geist). Darin fasst sich der Anspruch der Hegelschen Philosophie zusammen, alle Erscheinungen und das Wesen der Wirklichkeit in ihrem Zusammenhang zu erfassen. Dass das „Wahre […] das Ganze“ sei, wie 1807 in der Phänomenologie des Geistes (Hegel, Phänomenologie des Geistes, S. 24) postuliert, ist nicht als (unabschließbare) quantitative Addition aller Einzelheiten zu verstehen, sondern als (abgeschlossene) begriffliche Bestimmung, also als qualitativer Begriff des Zusammenhangs aller Einzelheiten. Als „Totalität“ lebt diese Vorstellung bis hin zu ihrer Negation in der Kritischen Theorie fort. – Carsten Jakobi

Literatur / Quellen:

  • Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Phänomenologie des Geistes [1807], Frankfurt am Main: Suhrkamp 1986
  • Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften [1801–1830], Frankfurt am Main: Suhrkamp 1995

Weblinks:

🖙 Wikipedia
🖙 Online-Text

Schlagwörter: Buch, Didaktik, Enzyklopädie, faktual, Gesamtdiagramm, Gesamtkompendium, geschlossen, Idealpanoramatik, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Mythos/Religion, Organisation, schematisch, symbolisch, Text, textuell, unbegrenzte Allheit, Utopie/Dystopie, Wissenschaft, Zugriffspräsentation

1814 – Laplacescher Dämon

Im Vorwort zu seinem Essai philosophique sur les probabilités entwirft das Mathematik/Statistik- und Physik-Genie Pierre-Simon Laplace (17491827) eine deterministisch-physikalistische und kalkül-basierte Neuversion des panoramatischen Allschau- und Allwissenheitsbegehrens: „Wir müssen also den gegenwärtigen Zustand des Universums als die Wirkung seines früheren Zustands und als die Ursache des künftigen Zustands betrachten. Eine Intelligenz, die zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Kräfte, von denen die Natur beseelt ist, und die jeweilige Situation der Wesenheiten, aus denen sie sich zusammensetzt, kennen würde, wäre, wenn sie zudem noch groß genug wäre, um diese Daten einer Analyse zu unterziehen, in der Lage, die Bewegungen der größten Körper des Universums bis hinunter zu denen des leichtesten Atoms in derselben Formel zu erfassen. Nichts wäre für sie ungewiss. Zukunft wie Vergangenheit lägen ihr klar vor Augen.“ Die hier inaugurierte Beobachtungsinstanz ist seither als „Laplacescher Dämon“ sprichwörtlich geworden. Indes wird die Möglichkeit solcher Allregistratur (von der auch Laplace real nicht überzeugt war) in der Folge mehrfach grundlegend bestritten: die Option einer gleichzeitigen Weltzustandserfassung durch die Relativitätstheorie, der physikalische Determinismus durch die Kopenhagener Deutung der Quantentheorie und die vollständige Berechenbarkeit per se aufgrund real-ontischer und kalkül-logischer Limitationen. Durch Errungenschaften wie die Schrödinger-Gleichung, die universale Turing-Maschine oder den Quantencomputer periodisch neu befeuert, bleibt das Konzept als approximativ erstrebte Teleologie dennoch lebendig, am prominentesten in den universalen Visionen einer Theory of Everything. – Johannes Ullmaier

Weblinks:

🖙 Zitatstelle im Original
🖙 Wikipedia

Schlagwörter: Allwahrnehmung, faktual, Fernblick, geordnet, Gesamtarchiv, Gesamtdiagramm, Gesamtprojektion, Idealpanoramatik, Konzept/Idee, Mythos/Religion, Rahmenexpansion, schematisch, Speicher, symbolisch, Text, textuell, unbegrenzte Allheit, Universalchronik, Wissenschaft, Zeitensynopse, Zugleichspräsentation, Zugriffspräsentation

1798 – F. Schlegel, Universalpoesie

Unter der Bezeichnung „Progressive Universalpoesie“ formuliert Friedrich Schlegel die frühromantische Programmatik panoramatischer Allausweitung und Totalsymbiose. Im 116. Athenäums-Fragment fordert er die (Wieder-)Vereinigung bzw. Vermischung aller Gattungen dahingehend, dass die künftige Universalpoesie nicht nur alle poetischen Gattungen des traditionellen Gattungssystems integrieren und verschmelzen, sondern auch alle weiteren Subsysteme der Kunst sowie alle Bereiche des realen Lebens umfassen solle. – Kira Gass | Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Schlegel, Friedrich: Kritische Ausgabe seiner Werke, Bd. Ii, Paderborn/Zürich: Ferdinand Schöningh/Thomas Verlag 1967

Weblinks:

🖙 Wikipedia
🖙

Schlagwörter: Ästhetik, DICHTKUNST, faktual, fiktional, Idealpanoramatik, Konzept/Idee, Mythos/Religion, offen, PHILOSOPHIE, ROMANTIK, symbolisch, Text, textuell, unbegrenzte Allheit, Unterhaltung, Wissenschaft

1797 – Jean Paul, Das Kampaner Tal

In der finalen 507. Station von Jean Pauls neuplatonischer Idylle wird – in metaphorischer Exemplifikation der vorangegangenen Gespräche über kosmologische und metaphysische Weltentwürfe – ein Ballonaufstieg imaginiert: „Und nun zogen uns die Sonnen empor. Die schwere Erde sank wie eine Vergangenheit zurück – Flügel, wie der Mensch in glücklichen Träumen bewegt, wiegten uns aufwärts – die erhabene Leere und Stille der Meere ruhte vor uns bis an die Sterne hin – wie wir stiegen, verlängerten sich die schwarzen Waldungen zu Gewitterwolken und die beschneieten beglänzten Gebirge zu lichten Schneewolken – die auftreibende Kugel flog mit uns vor die stummen Blitze des Mondes, der wie ein Elysium unten im Himmel stand, und in der blauen Einöde wurden wir von einem gaukelnden Sturm gleichsam in die nähere schimmernde Welt des Mondes geblendet gewiegt … und dann wurd’ es dem leichtern Herz, das hoch über dem schweren Dunstkreis schlug, als flatter’ es im Äther und sei aus der Erde gezogen, ohne die Hülle zurückzuwerfen.“ (Jean Paul, Sämtliche Werke, 4. Bd., S. 625). Am Ende steht gleichwohl die Rückkehr auf die Erde. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Jean Paul: Sämtliche Werke, Darmstadt: WBG 2000

Weblinks:

🖙 Wikipedia

Schlagwörter: Ästhetik, Buch, Didaktik, Draufblick, Ekphrasis, Fernblick, fiktional, Idealpanoramatik, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Mythos/Religion, Naturpanorama, Panorama-Beschreibung, Panoramaflug, panoramatische Erzählung, Realpanoramatik, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, visuell

1796–1797 – Jean Paul, Rede des toten Christus

Im ersten der dem zweiten Buch von Jean Pauls zweibändigem Roman Blumen-, Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnappel angehängten Blumenstücke mit dem vollen Titel Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein Gott sei findet sich die visionäre Schilderung einer negativen Allschau, deren Kernpassage lautet: „Christus fuhr fort: Ich ging durch die Welten, ich stieg in die Sonnen und flog mit den Milchstraßen durch die Wüsten des Himmels; aber es ist kein Gott. Ich stieg herab, soweit das Sein seine Schatten wirft, und schauete in den Abgrund und rief: ›Vater, wo bist du?‹ aber ich hörte nur den ewigen Sturm, den niemand regiert, und der schimmernde Regenbogen aus Wesen stand ohne eine Sonne, die ihn schuf, über dem Abgrunde und tropfte hinunter. Und als ich aufblickte zur unermeßlichen Welt nach dem göttlichen Auge, starrte sie mich mit einer leeren bodenlosen Augenhöhle an; und die Ewigkeit lag auf dem Chaos und zernagte es und wiederkäuete sich.“ (Jean Paul, Sämtliche Werke, 2. Bd., S. 273) – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Jean Paul: Sämtliche Werke, Darmstadt: WBG 2000

Weblinks:

🖙 Wikipedia Roman

Schlagwörter: Allwahrnehmung, Ästhetik, Blicktransparenz, Buch, Didaktik, Draufblick, Ekphrasis, Fernblick, fiktional, Gesamtprojektion, Idealpanoramatik, Inhaltspanoramatik, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Mythos/Religion, offen, Panoramaflug, panoramatische Erzählung, symbolisch, Text, textuell, unbegrenzte Allheit, Unterhaltung