1976 – Saul Steinberg, View of the World from 9th Avenue

Karikaturistische Parodie auf egozentrische Erdansichten: In der US- bzw. New-York-situierten Metropolen-Perspektive auf ‚die ganze Welt‘ erscheinen die 9th und 10th Avenue sehr groß, dahinter aber alles immer grotesker verkleinert und verkürzt, vergleichsweise ‚winzig‘ u. a. „China“, „Japan“ oder „Russia“. – Johannes Ullmaier

Weblinks:

🖙 Abbildung

Schlagwörter: Ästhetik, begrenzte Allheit, Bild, bildvisuell, Didaktik, faktual, Fernblick, fiktional, Gesamtprojektion, Konzept/Idee, Medialpanoramatik, Mikropanoramatik, mimetisch, Panorama-Diskurs, Panoramabild, schematisch, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, Zeichnung, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1975 – Dieter Roth, Zeitschrift für Alles / Review for Everything / Tímarit fyrir Allt

Programmatisch heisst es in der ersten Nummer: „Review For Everything accepts and publishes everything that is submitted. Up to 4 pages from each contributor.“ Ohne Ansehen von Inhalt, Form, Sprache, Qualität oder Prominenz publiziert Dieter Roths Printorgan ab 1975 über zehn prallvolle Ausgaben hinweg (so gut wie) alles, was dort eingesandt wird – und liegt damit gemessen am Schnitt dessen, was zeitgleich oder später insgesamt an Zeitschriften erscheint, auf der Qualitätsskala weit oben. Nachdem die Nummer 10 (1987) schon zwei Teilbände braucht, wird selbst Roth – als wohl größter Copia-Künstler der Moderne – der Fülle nicht mehr Herr und muss die Zeitschrift einstellen. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Roth, Dieter (Hg.): Zeitschrift für Alles / Review for Everything / Tímarit fyrir Allt, Basel/Stuttgart: Dieter Roth Verlag/Edition Hansjörg Meyer 1975
Schlagwörter: Ästhetik, begrenzte Allheit, Bild, bildvisuell, Denkmal, faktual, fiktional, Gesamtarchiv, Gesamtkompendium, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, mimetisch, offen, panoramatische Diskursform, Rahmenexpansion, schematisch, Skulptur, Speicher, symbolisch, Text, textuell, Überbreite, unbegrenzte Allheit, Unterhaltung, Wimmelbild, Zugleichspräsentation

1975 – Michel Foucault, Surveiller et punir

In seinem Werk Surveiller et punir. Naissance de la prison (dt. Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses) beschäftigt sich Michel Foucault mit der Historie von europäischen Strafanstalten und stellt dabei die Frage nach den Machtmodellen und -techniken in den Mittelpunkt, die sich durch die neue bürgerliche Gesellschaft etablierten. Diese untersucht er mit Blick auf die Hypothese eines Bruchs von einer Souveränitäts- hin zu einer Disziplinargesellschaft, den er für das 18. Jahrhundert diagnostiziert und vor allem durch die Automatisierung, Entindividualisierung und die Unabhängigkeit von den jeweils Machtausübenden gekennzeichnet sieht, ferner durch eine Anordnung der Körper im Raum, welche die Individuen transparent mache. Indem sie ständiger Sichtbarkeit unterlägen, internalisierten sie das Machtverhältnis derart, dass es zum Prinzip der eigenen Unterwerfung werde. Dies geschehe vor allem im Rahmen disziplinierender Institutionen (Familie, Schule, Gefängnis, Fabrik etc.), die das sie durchlaufende Individuum normalisierten. Phänotypisch ausgeprägt sieht Foucault diese neue Gesellschaftsformation in Benthams Panopticon-Konzept, dessen „Panoptismus“ er ein eigenes Kapitel widmet. Zentral sei dabei die Uneinsehbarkeit der Macht bei gleichzeitiger permanenter Sichtbarkeit der Individuen: „Das Panopticon ist eine Maschine zur Scheidung des Paares Sehen/Gesehenwerden: im Außenring wird man vollständig gesehen, ohne jemals zu sehen; im Zentralturm sieht man alles, ohne je gesehen zu werden.“ (Foucault, Überwachen und Strafen, S. 259). – Nina Cullmann

Literatur / Quellen:

  • Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses [1975], Frankfurt am Main: Suhrkamp 2012, S. 251–292

Weblinks:

🖙 Deutschlandfunk Kultur 

Schlagwörter: 360°, Allwahrnehmung, Bauwerk, begrenzte Allheit, Blicktransparenz, Buch, Didaktik, faktual, Gesamtprojektion, geschlossen, Idealpanoramatik, Inhaltspanoramatik, Konzept/Idee, Organisation, Panorama-Diskurs, Realpanoramatik, Rundband, Rundbau, Text, textuell, Überwachung, Utopie/Dystopie, Wissenschaft, Zentralblickpunkt, Zugleichspräsentation

1974 – Hubert Fichte, Geschichte der Empfindlichkeit

Nach der Veröffentlichung des letzten seiner vier Romane über die eigene Kindheit und Jugend (Versuch über die Pubertät, 1974) erweitert der Autor seine Wahrnehmungs- und Schreibbewegung in mehreren großen Schritten zu einer weltausgreifenden Erkundung. Dafür setzt er auch in der eigenen Werkorganisation einen formalen Schnitt: Die neu konzipierte und dann bis zu seinem Tod im Jahr 1986 ausgearbeitete Geschichte der Empfindlichkeit ist ein über alle Gattungs- und Genregrenzen hinausweisendes, barockes, globales Megapoem, angelegt auf neunzehn Bände, von denen posthum siebzehn erschienen sind. Fichtes Versuch, Synkretismus, Bisexualität und Reisebewegung als zusammenhängende ästhetische Form und Praxis zu zeichnen, mündet in ein gigantisches ästhetisches Forschungsgeflecht, das sich quer über die Kontinente erstreckt und örtliche Gesten und Riten als meist subversive Überlebenspraxis einer vielerorts faszinierend kreativen und diversen, doch überall auch vom gewaltvollen Zusammenwirken von Kolonialismus, Patriachat und Kapitalismus geprägten Gesellschaft zusammensehen und im Kontext der sozialen Gefüge verorten will. Dabei verwendet Fichte ausgiebig das Stilmittel der Litanei, eine ursprünglich religiöse Aufzählungsroutine des Welt- und Gotteslobs, die hier oft die Funktion eines panoramatischen Umherzeigens erhält, immer verbunden mit der ästhetischen Figur des Kontrasts. Ausgangspunkt der einzelnen Bände sind – anfangs noch in Hamburg, dann aber über Portugal bis nach Afrika und Südamerika reichend – die unzähligen Reisebewegungen des Schriftstellers zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Fotografin Leonore Mau, die Fichtes Schriftgeschichte um ein – teils noch zu Fichtes Lebzeiten erschienenes – fotovisuelles Komplement (Petersilie, 1980; Xango, 1984; Psyche, 2006) erweitert. Auch die traditionellen Grenzen individueller bürgerlicher Autorschaft geraten so ins Fließen. Im selben Kosmos entstehen in Kooperation mit Peter Michel Ladiges (der selbst 20.000 Kartoffelkochrezepte aus der ganzen Welt gesammelt haben soll) zudem zahlreiche Werke für das Radio. – Kathrin Röggla

Literatur / Quellen:

  • Fichte, Hubert: Versuch über die Pubertät, Frankfurt a.M.: Fischer 1974
  • Fichte, Hubert: Die Geschichte der Empfindlichkeit, 17 Bde., Frankfurt a.M.: Fischer 1987
  • Mau, Leonore/Fichte, Hubert: Petersilie. Die afroamerikanischen Religionen IV. Santo Domingo, Venezuela, Miami, Grenada, Frankfurt a.M.: Fischer 1980
  • Fichte, Hubert/Mau, Leonore: Xango, Bd. I, Frankfurt a.M.: Fischer 1984
  • Mau, Leonore: Psyche. Annäherung an die Geisteskranken in Afrika, Frankfurt a.M.: Fischer 2005
  • Mau, Leonore/Fichte, Hubert: Die Kinder Herodots. Ein Buch, Frankfurt a.M.: Fischer 2006
  • Fisch, Michael: Verwörterung der Welt. Über die Bedeutung des Reisens für Leben und Werk von Hubert Fichte. Orte – Zeiten – Begriffe, Aachen: Rimbaud 2000

Weblinks:

🖙 Wikipedia
🖙 Art-Bag-Beitrag

Schlagwörter: Ästhetik, auditiv, begrenzte Allheit, bildvisuell, Buch, Ekphrasis, faktual, fiktional, Foto, Gesamtarchiv, Gesamtkompendium, Hörwerk, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, mimetisch, offen, panoramatische Diskursform, Rahmenexpansion, Speicher, symbolisch, Text, textuell

1968 – International Standard Book Number (ISBN)

Obwohl Bücher seit Jahrhunderten zirkulieren, entsteht erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zuge der zunehmenden internationalen Buchmarktvernetzung der Bedarf nach einer international einheitlichen Kennzeichnung von Publikationen. Mit der Einführung der International Standard Book Number (ISBN) im Jahr 1968 in Großbritannien und ihrer weltweiten Etablierung Anfang der 1970er Jahre wird ein System geschaffen, das den globalen Buchmarkt nachhaltig strukturiert.

Bereits 1966 hat das größte britische Buchhandelshaus WHSmith erstmals eine Standardbuchnummer (SBN) eingeführt. Die Internationale Organisation für Normung greift diese Vorschläge auf und erweitert die neunstellige SBN um eine weitere Stelle zur Internationalen SBN (ISBN). Heute wird die ISBN weltweit in mehr als 150 Ländern verwendet. Dabei dient sie nicht nur als einfache Identifikationsnummer, sondern als zentraler organisatorischer Baustein des modernen Publikations- und Vertriebssystems, der es ermöglicht, ein bestimmtes Buch in seiner exakten Ausgabe weltweit zweifelsfrei aufzufinden, zu bestellen und zu verwalten. In Deutschland wirkt insbesondere der Buchhändler Hans Jürgen Ehlers an der Einführung des ISBN-Standards mit.

Erkennbar wird die Funktionsweise der ISBN am Aufbau der Nummer selbst. Am Beispiel der 13-stelligen ISBN 978-3-86647-856-5 lässt sich ihr Gliederungsprinzip nachvollziehen: Die einleitende Ziffernfolge „978“ markiert den Buchsektor im Feld der allgemeinen EAN-13-Klassifikation (European Article Number). Es folgt die Ländernummer „3“, die den deutschsprachigen Raum kennzeichnet. Die anschließende Verlagsnummer „86647“ identifiziert einen spezifischen Verlag, hier Anaconda. Die darauffolgende Titelnummer „856“ verweist auf eine konkrete Buchpublikation, hier: eine bestimmte Ausgabe des Zauberers von Oz. Die abschließende Prüfziffer kontrolliert nach einem Berechnungsverfahren, in das alle vorangegangenen Ziffern eingehen, ob die Gesamtnummer formal korrekt ist. So übersetzt das ISBN-System den kulturellen Gegenstand ‚Buchpublikation‘ in eine präzise, von Maschinen ebenso lesbare wie von Menschen interpretierbare Struktur, die vor allem dem Warenverkehr, aber auch der bibliographischen Erfassung dient.

Mit Blick auf die Fähigkeit der ISBN, angesichts der vielen Millionen bereits erschienenen und zukünftig erscheinenden Buchtitel jetzt und auf Dauer eine allumfassende und zugleich eindeutige und differenzierte Bestandsregistratur zu gewährleisten, wirft das Beispiel allerdings die Frage auf, ob die festgelegten dreizehn Ziffernpositionen dafür hinreichen. Konkret: Wenn etwa „3“ für „deutschsprachig“ steht, für die Sprache also offenbar nur eine Position mit den zehn möglichen Ziffern „0“ bis „9“ vorgesehen ist, wie bildet sich dann die weltweite Vielfalt von mehreren Tausend Sprachen ab, von denen weitaus mehr als nur zehn sich in gedruckten Büchern finden? Die Antwort liegt in der Variabilität der sogenannten Länder- bzw. Gruppenkennung. Diese ist nicht fest einstellig, sondern kann zwischen einer und fünf Ziffern lang sein. Diese Sektionen stehen teils für einzelne Länder, teils für ganze Sprachräume. So repräsentiert die „2“ den französischsprachigen Raum, während Spanien mit der zweistelligen Ziffer „84“ geführt wird. Je länger diese Gruppenkennung ausfällt, desto kürzer werden dann die – ihrerseits variablen – Verlags- und Titelnummern. Trotzdem bleibt die Gesamtstruktur der ISBN vom Umfang her so konstant und dennoch potentiell allumfassend. – Aileen Derstroff (2026)

Literatur / Quellen:

  • ISBN Handbuch. 7. Auflage. London: Internationale ISBN-Agentur 2017.
  • Lyman F. Baum. Der Zauberer von Oz. Köln: Anaconda 2012.

Weblinks:

🖙 Zur Geschichte der ISBN auf isbn.org
🖙 Wikipedia

Schlagwörter: begrenzte Allheit, Diagramm, faktual, geordnet, Gesamtdiagramm, Konzept/Idee, Medialpanoramatik, offen, Organisation, schematisch, Speicher, textuell, Überwachung, Zugriffspräsentation

1968 – Augmented-Reality-Display, The Sword of Damocles

Das von Ivan Sutherland entwickelte Damoklesschwert gilt als erstes Head-Mounted-Display-System zur Darstellung einer erweiterten Realität (Augmented Reality). Das nie vollständig umgesetzte System sollte mittels eines stereoskopischen Bildschirms und zweier Kathodenstrahlröhren computergenerierte Grafiken im Drahtgittermodell räumlich darstellen. Man trägt das Gadget direkt am Kopf, so dass der Bildschirm sich unmittelbar vor den Augen befindet. Das Gerät wurde an einen an der Decke befestigten mechanischen Arm gekoppelt, um Kopfbewegungen zu erfassen und die Perspektive der Darstellung an die Blickrichtung anzupassen. Mit Apple Vision Pro hat das Unternehmen Apple2024 ein Head-Mounted-Display mit zwölf Kameras herausgebracht, welches eine erweiterte und virtuelle Realität mittels der Projektion von Software-Elementen in die reale Umgebung ermöglichen soll. – Kaim Bozkurt

Literatur / Quellen:

  • Mazuryk, Tomasz/Gervautz, Michael: Virtual Reality, Wien: TU Wien, Institut für Computergraphik und Algorithmen 1996
  • Sutherland, Ivan E.: „A head-mounted three dimensional display“. In: Proceedings of the December 9–11, 1968, Fall Joint Computer Conference, New York City, NY: Association for Computing Machinery 1968, S. 757–764, S. 757–764

Weblinks:

🖙 Wayback Machine: Sutherland Headmounted Display

Schlagwörter: 360°, Ästhetik, audiovisuell, begrenzte Allheit, bildvisuell, Film, Gesamtprojektion, geschlossen, haptisch, Immersion, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, Medientechnik, mimetisch, Rahmenexpansion, Technik, Unterhaltung, Zugleichspräsentation

1968 – Roland Barthes, L’Effet de Réel

Theoretischer Bezugspunkt für die Tendenz und Notwendigkeit sinn-redundanter Real-Überschüsse in panoramatischen Medienillusionen: In diesem Aufsatz beleuchtet Barthes (anknüpfend an seinen ein Jahr zuvor erschienenen Essay Le discours de l’histore, in dem er den Begriff erstmals verwendet hat) literarische Verfahren, mit denen Texte einen „Wirklichkeits-“ oder „Realitätseffekt“ erzeugen können. Entscheidend sind dabei die für den Plot bzw. eine strukturale Textanalyse funktionslosen und insofern scheinbar „überflüssigen Details“. Barthes diskutiert sie vor dem Hintergrund der antiken Rhetorik und stellt sie in die Tradition der epideiktischen Rede bzw. der Ekphrasis und Hypotypose, die jedoch in solchen Texten mit „‚realistischen‘ Imperativen“ verschränkt seien: „Die nicht weiter zerlegbaren Reste der funktionalen Analyse haben eines gemein: Sie denotieren, was man gemeinhin als die ‚konkrete Wirklichkeit‘ bezeichnet (kleine Gesten, flüchtige Haltungen, unbedeutende Gegenstände, redundante Worte). Die bloße ‚Darstellung‘ des ‚Wirklichen‘, die nackte Schilderung des ‚Seienden‘ (oder Gewesenen) erscheint somit als ein Widerstand gegen den Sinn; dieser Widerstand bestätigt den großen mythischen Gegensatz zwischen dem Erlebten (dem Lebenden) und dem Erkennbaren […].“ Das Maximierung von Realitätseffekten markiert den einen Pol medialpanoramatischer Wirklichkeitsrepräsentation, dessen Gegenpol die semantische Optimierung per Abstraktion (zur Karte, Tabelle, Formel) bildet. – Bernd Klöckener

Literatur / Quellen:

  • Barthes, Roland: „L’effet de réel“. In: Communications 11 (1968), S. 84–89

Weblinks:

🖙 Digitalisat
🖙 Digitalisat der dt. Übersetzung

Schlagwörter: Ästhetik, begrenzte Allheit, Didaktik, Ekphrasis, faktual, fiktional, Gesamtprojektion, Immersion, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, mimetisch, schematisch, symbolisch, Text, textuell, Unterhaltung, Wissenschaft

1968 – Whole Earth Catalog


Am 1. 9. erscheint die erste Ausgabe von Stewart Brands Print-Kompendium, das bis 1971 regelmäßig, danach in sporadischen Neuansätzen sämtliche kommerziellen Angebote der US-Alternativkultur bündelt. Auf dem Cover prangt – programmatisch und ikonisch für den kalifornischen Weltverbesserung-, Weltvereinigungs-, aber auch Welteroberungselan – jeweils ein Foto der Erde aus dem All, auf der ersten Ausgabe ein Satellitenfoto von 1967, auf folgenden das „Earthrise“-Foto. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Diederichsen, Diedrich/Franke, Anselm (Hgg.): The Whole Earth. California and the Disappearance of the Outside, Berlin: Sternberg 2013

Weblinks:

🖙 Wikipedia

Schlagwörter: Ästhetik, begrenzte Allheit, Bild, bildvisuell, Buch, Didaktik, faktual, fiktional, geordnet, Gesamtkompendium, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, offen, Organisation, panoramatische Diskursform, schematisch, Speicher, symbolisch, Technik, Text, textuell, Unterhaltung, Utopie/Dystopie, Wimmelbild, Zugriffspräsentation

1967 – TV-Programm Our World

Am 25. Juni 1967 ‚weltweit‘ (de facto in 24 Ländern) live per Satellitenübertragung ausgestrahlt und von ca. einer halben Milliarde Menschen empfangen, markiert die von Aubrey Singer (BBC) konzipierte, von der European Broadcasting Union koordinierte und (nach kurzfristiger Absage einiger ursprünglich mitbeteiligter Ostblock-Länder) von 14 nationalen TV-Stationen gemeinsam bestrittene Sendung einen historischen Höhepunkt völkerverbindender Televisions-Utopie. Politiker dürfen dort nicht auftreten. Als britischen Beitrag spielen die Beatles hier zum ersten Mal und für die Ewigkeit: All You Need is Love. – Johannes Ullmaier

Weblinks:

🖙 (unvollständige) BBC-Version auf YouTube
🖙 Wikipedia

Schlagwörter: Ästhetik, audiovisuell, begrenzte Allheit, bildvisuell, Denkmal, Didaktik, Event/Performance, Film, geordnet, Gesamtprojektion, Konzept/Idee, Laufpräsentation, Medialpanoramatik, mimetisch, offen, Organisation, panoramatische Diskursform, Rahmenexpansion, schematisch, symbolisch, Technik, Unterhaltung, Utopie/Dystopie

1966 – Stanisław Lem, „General Theory of Everything“

In der 28. (und letzten) Reise der Sterntagebücher erwähnt der Protagonist Ilon Tichy, sein Großvater habe an einer ‚Theorie von Allem‘ gearbeitet; ironischer Vorschein auf die später in der Physik – anfangs eher spaßhaft, später immer ernsthafter – gebrauchte Begriffsprägung. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Lem, Stanislaw: Sterntagebücher [1971], Frankfurt am Main: Suhrkamp 2021

Weblinks:

🖙 Wikipedia Sterntagebücher

Schlagwörter: Ästhetik, begrenzte Allheit, Didaktik, faktual, fiktional, Gesamtdiagramm, Gesamtkompendium, Gesamtprojektion, Idealpanoramatik, Konzept/Idee, Mythos/Religion, schematisch, Speicher, symbolisch, Text, textuell, unbegrenzte Allheit, Unterhaltung, Utopie/Dystopie, Wissenschaft