ca. -250 – Maya-Kalender

Bevor die mächtigsten monotheistischen Kulturtraditionen sich für lange Zeit dogmatisch auf eine lineare und beidseitig geschlossene Gesamtweltzeitordnung in der Größenordnung einiger Jahrtausende festlegen, beginnen die Maya, ein Kalendersystem mit mehreren, im Prinzip offnen Zyklen (Tzolkin/Haab/Long Count) zu entwickeln, deren ausgreifendste Kombination sich nur alle 374.152 Jahre wiederholt. Ihre idealpanoramatische Differenziertheit und größere Nähe zu den heute bekannten kosmischen Zeitdimensionen bleibt gegen die reale Barbarei der christlichen Conquistadoren jedoch machtlos. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Lenz, Hans: Universalgeschichte der Zeit, Wiesbaden: Marix 2005, S. 326–332

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Schlagwörter: Denkmal, Diagramm, Didaktik, faktual, geordnet, Gesamtdiagramm, geschlossen, Idealpanoramatik, Medialpanoramatik, Mythos/Religion, offen, Organisation, schematisch, symbolisch, Technik, textuell, Universalchronik, Wissenschaft, Zeitensynopse, Zugriffspräsentation

ca. -425 – Herodot, Historien


Erster überlieferter Versuch, die ganze bis dato bekannte Geschichte aller bis dato bekannten Völker zu vermitteln. Der „Vater der Geschichtsschreibung“ (Cicero) ist damit zugleich der erste Global- und Universalgeschichtsschreiber. – Johannes Ullmaier

Literatur / Quellen:

  • Herodot: Historien, Zürich: Artemis Winkler 1994

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