1608 – Erfindung des Fernglases

Am 2. Oktober 1608 präsentiert der deutsch-niederländische Brillenmacher Hans Lipperhey (1570–1619) dem Rat von Zeeland seine Erfindung des Fernglases. Darin ist eine Sammellinse in einer Röhre aus Holz, Pappe oder Leder in einer bestimmten Entfernung von einer Zerstreuungslinse befestigt. Da Galileo Galilei das Prinzip wenig später adaptiert und zum ersten Teleskop weiterentwickelt, wird das Konzept oft auch als Galilei-Fernrohr bezeichnet. Der Rat von Zeeland beauftragt Lipperhey mit der kommerziellen Fertigung, woraufhin sein Fernglas ab 1609 unter dem Namen „Teleskope“ zuerst in Paris und noch im selben Jahr auch in Deutschland und Italien verkauft wird. Lipperhey beantragt für seine Erfindung ein Patent, doch da auch Jacob Metius und Zacharias Janssen Anspruch darauf erheben, wird es dem Erfinder verwehrt. – Caroline Klein

Literatur / Quellen:

  • Riekher, Rolf: Fernrohre und ihre Meister, Berlin: Verlag Technik 1957

Weblinks:

🖙 Die Geschichte des Teleskops 

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