1507 – Martin Waldseemüllers Weltkarte


Diese Weltkarte „markiert in mehrfacher Hinsicht einen epochalen Einschnitt: Zum einen schließt sie an die Antike an und gehört zu jenen Karten, in denen an der Wende zur Neuzeit die Erkenntnisse des Ptolemäus zur mathematischen Berechnung der Längen- und Breitengrade wieder erschlossen werden. Zum anderen verarbeitet sie das in ihrer Gegenwart durch Entdeckungsfahrten gewonnene Erfahrungswissen, das vor allem durch die Umrundung Afrikas durch die Portugiesen und die Entdeckung eines neuen Erdteils durch Kolumbus gewonnen worden war, zu einem völlig neuen Bild der Welt“. (Oswalt, Weltkarten – Weltbilder, S. 119) Zudem enthält sie erstmals die Bezeichnung „America“ (für den südlichen Teil der ‚Neuen Welt‘). – Bernd Klöckener

Literatur / Quellen:

  • Oswalt, Vadim: Weltkarten – Weltbilder. Zehn Schlüsseldokumente der Globalgeschichte, Stuttgart: Reclam 2015, S. 119–135

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